04. Mai 2026

Am Samstag fand unsere Protest- und Informationsveranstaltung auf dem Dinslakener Neutorplatz statt.
Unter dem Motto #TeilhabeIstMenschenrecht haben wir bei bestem Wetter und mit zahlreichen Interessierten, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie Betroffenen ein Zeichen gesetzt und gemeinsam gegen die drohenden Sparmaßnahmen der Bundesregierung bei der Eingliederungshilfe protestiert.
Besonders machten die Veranstaltung vor allem die Interviews, die Eberhard Gröh, Vorstand der Lebenshilfe Dinslaken und Geschäftsführer der ASE, mit Betroffenen führte. „Wir sind alle gleich und wollen auch alle gleichbehandelt werden“, betonte Manuela Neumann, Bewohnerin Kettelerheim, im Gespräch. Und Angelika Makrilis, Beschäftigte im Service im Garten- und Landschaftsbau, machte deutlich: „Ich wünsche mir Gleichberechtigung für alle Menschen. Jeder Mensch ist es wert, egal, welche Fähigkeiten er hat.“
Auch die Rede von Margot Stieler, Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Dinslaken, verdeutlichte die Gefahren, die durch die Pläne der Bundesregierung im Raum stehen: „Wir müssen uns als Gesellschaft die Frage stellen, was für eine Gesellschaft wir sein wollen. Eine, die nur der Norm entsprechende Menschen hervorbringt? Oder wollen wir eine Gesellschaft sein, in der Schwächere, anders Begabte und eben nicht wirtschaftlich perfekt nutzbare Menschen willkommen sind?“ In ihrer Ansprache machte sie zudem deutlich, dass Eingliederungshilfe kein Luxus und kein freiwilliger Zuschuss sei, sondern Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt leben und ihre Rechte wahrnehmen könnten: „Im Klartext: Menschen mit Behinderung sind keine Bittsteller!“
Im Rahmen der Veranstaltung konnten wir zudem ganze 212 wertvolle Unterschriften für die Petition von Initiatorin Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, sammeln, die die geplanten Kürzungen bei der Eingliederungshilfe verhindern soll. Eine davon leistete auch unser Bürgermeister Simon Panke, der erklärte: „Ich finde, dass die Fortschritte im Bereich der Inklusion, die in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden, Bestand haben müssen und dass wir eher nochmal darauf aufsatteln sollten. Das, was die Bundesregierung in internen Papieren anscheinend vorhat, nämlich ganz tief reinzuschneiden in die Unterstützung von Menschen mit Behinderung ist, glaube ich, genau das Gegenteil davon.“
Abgerundet wurden die so wichtigen drei Stunden der Information und des Protests auf dem Neutorplatz von der inklusiven Tanzgruppe „Special-Kids“ und unseren FUD'iES, die für gute Laune und Begeisterung sorgten. Liebevolles Kinderschminken und unser duftender Popcorn-Stand rundeten das Programm ab.
Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen für die tolle Unterstützung, sowohl im Vorfeld zur Vorbereitung der Veranstaltung, als auch vor Ort bedanken. Danke Euch konnten wir "laut sein" und ein wertvolles Zeichen setzen!