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Bürgermeister Panke zu Besuch

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26. Februar 2026

Bürgermeister Panke zu Besuch
Bürgermeister Panke zu Besuch

In der vergangenen Woche war Simon Panke bei Lebenshilfe Dinslaken und den Albert-Schweitzer-Einrichtungen (folgend ASE) zu Gast. Seit November letzten Jahres ist der fast 40-jährige im Amt als erster Bürger der Stadt Dinslaken.

Er war der Einladung gefolgt, um sich über die vielfältigen Angebote und Dienste für Kinder, Jugendliche und Erwachsen zu informieren. So kamen die Bereichsleitungen, der Lebenshilfe- und Werkstatt-Rat, der Geschäftsführer und Mitglieder des Aufsichtsrates der Lebenshilfe Dinslaken und ASE zusammen, um über ihre Arbeit, Teilhabe und Inklusion zu sprechen. Interessiert und nachfragend hörte Simon Panke zu und hatte einige Aha-Momente.

Margot Stieler begrüßte Panke mit den Worten: „Wir gratulieren zur Wahl und wünschen uns eine ähnliche vertrauensvolle und transparente Amtszeit wie unter vergangenen SPD-Zeiten.“ Vor der Wahl im letzten Jahr machte sich Panke selbst ein Bild: Er war als Tagespraktikant in unterschiedlichen Einrichtungen, darunter die Diakonie, bei der Caritas und auch in der Wohnstätte Claushof. Eine Wohnstätte der ASE. „Ich durfte einen halben Tag in der Wohnstätte mitarbeiten, leider am Vormittag, wo viele Bewohnerinnen und Bewohner in den Werkstätten arbeiten, aber auch mit den Rentnerinnen und Rentnern habe ich einen guten Eindruck bekommen, wie die Arbeit in einer Wohnstätte organisiert ist.“

Chronologisch berichteten die Bereichsleitungen von ihrer Arbeit und den damit verbundenen Herausforderungen. Angefangen bei der Frühförderung im Elementarbereich, hier berichtete Dr. Anita Sählbrandt über die Betreuungssituation in den Kitas und Förderstellen der ASE. „Im Jahr betreuen wir ca. 450 Kinder und die Wartelisten sind lang. Nicht nur Kinder mit Behinderung werden in den Kitas gefördert und betreut. „Vor allem die Plätze für Kinder mit herausforderndem Verhalten sind stark gefragt. Hier ist es wichtig, dass die Plätze über die ganze Stadt verteilt sind“, erläuterte sie. „Oft sind Eltern überfordert und brauchen Entlastung.“ Die klaren Worte kamen bei Simon Panke an. „Ich denke wir sollten das Thema noch weiter vertiefen“, sagte er nach Dr. Anita Sählbrandts Worten.

Zwischen Kita und Arbeit unterstützen die ambulanten Angebote der Lebenshilfe Dinslaken Familien in Dinslaken und dem Kreis Wesel. Der Familienunterstützende Dienst, kurz FUD bietet verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, von Bowlinggruppen, gemeinsamer Besuch von Veranstaltungen und Ausgleich für Geschwisterkinder. Seit 2014 werden mit der Integrationshilfe auch Schülerinnen und Schüler von mittlerweile 44 Mitarbeitenden in Schulen unterstützt. Mit dem Reisedienst sind im letzten Jahr 140 Menschen mit Behinderung verreist, darunter auch 5 Individualreisen. „Hier organisieren und begleiten wir Menschen ganz nach ihren Wünschen“, berichtet Corinna Pajonk-Dillig.

Beeindruckt zeigte sich Simon Panke auch von den Gremien. Als Björn Orlovius vom Lebenshilfe-Rat zu sprechen begann, zeigte sich schnell, dass Mitbestimmung und Mitwirkung in der Einrichtung einen hohen Stellenwert haben. Auf Nachfrage Pankes, mit welchen Themen der Rat sich aktuell beschäftigt, antwortete er: „Inklusion und Barrierefreiheit sind immer aktuell. Derzeit arbeite ich in der Küche der Kita Luise. Dort und auch auf vielen Straßen von Wohnheimen wünschen wir uns ein Tempolimit. Denn es entstehen immer wieder Situationen, die sehr gefährlich sind.“ Außerdem kenne er aus anderen Städten die „stille Stunde“ in Einkaufszentren und Supermärkten. Diese bietet ein reizarmes Einkaufserlebnis für Menschen mit Autismus, ADHS, Demenz oder Hochsensibilität. Dabei werden Musik, Durchsagen und laute Töne deaktiviert sowie das Licht gedimmt. Ziel ist es, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, die den Einkauf stressfreier gestaltet. Die Idee nahm Simon Panke direkt auf. Eine effektive, einfach umzusetzende und kostenfreie Möglichkeit einen inklusiven Beitrag zu leisten. 

Weniger Exklusiv mehr Inklusiv stellen sich Lidija Vlainic und Christiane Frerigmann die Zukunft für Werkstätten vor. Lidija Vlainic ist seit vielen Jahren im Werkstatt-Rat aktiv. Ihr großes Thema ist die Barrierefreiheit auf mehreren Ebenen. Denn auch die Barrieren in manchen Köpfen gilt es zu eliminieren. „Eine Welt ohne Ausgrenzung, in der alle Menschen alles verstehen können – das wäre toll.“ Hier betonte der Geschäftsführer Eberhard Gröh auch das Büro für Leichte Sprache der Werkstatt. Auch Lidija Vlainic arbeitet als Prüferin im Büro mit. Christiane Frerigmann und Jörg Claaßen sprachen über den Auftrag der Werkstätten, über Teilhabe und Chancen. Besonders interessiert zeigte sich Simon Panke über den Aktionstag Schichtwechsel. „Der Arbeitsplatztausch ist eine tolle Idee, die ich ehrlicher Weise bis jetzt noch nicht mitbekommen habe. Da sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei.“ Apropos mit dabei: Die ASE-Werkstatt hat viele Kooperationen im Sozialraum. Unteranderem auch in der Zechenwerkstatt mit der Popup-Kneipe zum glück AUF. Hier organisieren Ehrenamtliche verschiedene Veranstaltungen. Die Beschäftigten der Werkstatt arbeiten im Team mit. Sie machen den Einlass, zapfen Bier und schenken Getränke hinter der Theke aus. Von Anfang an war auch Simon Panke mit dabei.

Nils Schraven berichtete über die Wohnstätten der Einrichtung. Menschen mit Behinderung können hier ab dem 18. Lebensjahr in Wohngruppen und Wohngemeinschaften leben. Sie erhalten die Unterstützung, die sie benötigen. Die Bewohnerinnen und Bewohner können viele Dinge selbst entscheiden und mitbestimmen. Auch nach dem Arbeitsleben bietet die Wohnstätte für viele Menschen Struktur und Unterstützung. „Wir betreuen auch palliativ. Die Mitarbeitenden werden dafür qualifiziert. Oft kennen die Bewohnerinnen und Bewohner die Mitarbeitenden viele Jahre oder sogar Jahrzehnte, da entsteht ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis.“ Der Bürgermeister fragte nach den Plätzen, Wartelisten und zukünftigen Bauvorhaben und stieß auf offene Ohren, denn die Wartelisten sind lang – der Platz begrenzt. „Wir sind auf der Suche nach Flächen. Der Wunsch ist immer Stadtnah, um die Selbstständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten und zu fördern“, beginnt Nils Schraven. „Es gibt bestehende Kooperationen mit der Wohnbau Dinslaken“, so Eberhard Gröh. „In nächster Zeit werden nicht nur Ersatzbauten für alte Wohnstätten gebraucht.“ Simon Panke überlegte und warf direkt Ideen in die Runde. Auch hier wird es zukünftig weitere Überlegungen geben.

Der Prokurist Julian Welfonder sprach über die Strukturen der internen Verwaltung, über die Einführung des TVÖD, Herausforderungen der Mitarbeitendengewinnung und über die hauseigene Ausbildungsmesse, wozu er Simon Panke jetzt schon einlade. „Ich denke wir können viel voneinander lernen“, waren sich die Herren einig.

 
Nach einem offenen Gespräch gab es für den Bürgermeister noch ein paar Geschenke und Magot Stieler freute sich etwas zurück zu geben: „Wir übernehmen die Malerarbeiten der barrierefreien Toilette am Burgtheater und werden gerne die Statue im Burginnenhof professionell reinigen.“

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